12 Fragen an deine Software

Ohne Fachwissen zu beantworten. Frag im Zweifel deinen Entwickler oder Dienstleister. Auch „weiß nicht“ ist eine Antwort.

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Aufbau

  1. Gibt es eine aktuelle Skizze, wie die Teile zusammenhängen? Jünger als zwei Jahre, und jemand außer dem Entwickler versteht sie.
  2. Könntest du eine App oder einen Partner anbinden, ohne umzubauen? Also: Gibt es eine dokumentierte Schnittstelle?

Daten und Zugänge

  1. Hat jede Person mit Adminrechten einen eigenen Zugang? Und nicht mehrere Leute einen gemeinsamen.
  2. Sieht jeder Kunde garantiert nur seine eigenen Daten? Und hat das schon einmal jemand gezielt überprüft?
  3. Weißt du, wer im letzten Monat auf Kundendaten zugegriffen hat?

Von außen

  1. Ist die Anmeldung gegen das Durchprobieren von Passwörtern geschützt? Etwa durch eine Sperre nach mehreren Fehlversuchen.
  2. Weißt du, was dein Server von sich aus preisgibt? Versionsnummern, Fehlermeldungen, Verzeichnisse, die nicht öffentlich sein sollten.

Aktualität

  1. Bekommen alle Bausteine deiner Software noch Sicherheitsupdates? Programmiersprache, Framework, eingebundene Bibliotheken.
  2. Lief das letzte größere Update ohne Drama? Ohne tagelanges Testen von Hand und ohne böse Überraschung danach.

Wissen und Übergabe

  1. Könnte jemand Neues in einer Woche eine Korrektur ausrollen? Ohne die Person zu fragen, die es bisher macht.

Betrieb

  1. Wurde eine Sicherung schon einmal vollständig zurückgespielt? Nicht nur angelegt, sondern zurückgespielt.
  2. Merkt es jemand, wenn die Anwendung nachts nicht erreichbar ist? Und zwar bevor der erste Kunde anruft.

Notizen

So liest du das Ergebnis

Ein paar „nein“ oder „weiß nicht“ sind bei gewachsener Software normal. Sie heißen nicht, dass etwas kaputt ist, sondern dass es niemand sicher sagen kann. Genau das klärt eine Prüfung.

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